NAMIBIA und DEUTSCHLAND

Wir möchten den Komponisten und Musiker Eslon Hindundu aus Windhoek, Namibia von Januar bis Juli 2021 nach Pasing/ Obermenzing holen, um mit ihm gemeinsam ein Musiktheaterstück zu konzipieren und für eine Uraufführung fertigzustellen, das die gemeinsame Geschichte zwischen Deutschland und Namibia thematisiert. 

Über das Projekt

 

 

Die gemeinsam mit Eslon Hindundu ins Leben gerufene Idee für ein Musiktheaterstück, für die er in Namibia bereits das Namibian National Symphony Orchestra, den National Arts Council of Namibia und das National Theatre of Namibia als Partner gewinnen konnte, bietet uns als Partner von deutscher Seite die unschätzbare Möglichkeit, an der Erinnerungskultur zwischen beiden Ländern zu arbeiten. Es wäre nicht nur für uns als Momentbühne, sondern sicherlich auch für den Stadtteil Pasing/ Obermenzing und die Stadt München eine große Ehre, dieses Projekt im Sinne der Völkerverständigung zu realisieren. 

 

Unser erstes Ziel ist es nun, Eslon Hindundu von Januar - Juli 2021 nach Deutschland, bzw. Pasing/Obermenzing einzuladen. In diesem Zeitraum möchten wir gemeinsam mit ihm den Inhalt, die Partitur und das Libretto eines Musiktheaterstückes für Chor, Orchester und Solisten fertigstellen. Um diesen Prozess positiv und kreativ zu beeinflussen, möchten wir dem Madrigal Chor aus Pasing unter der Leitung von Corinna Rösel zusammenarbeiten, um verschiedene Stücke zu proben und zu testen. Außerdem streben wir eine Zusammenarbeit mit dem Verein Concierto e.V. an, um die entstehenden Orchesterwerke zu probieren und weiter zu entwickeln. Zusätzlich sehen wir eine große Chance darin, mit Schulen aus dem Stadtteil gemeinsame Workshops zu den historischen Hintergründen zu veranstalten. So können wir beispielsweise Teile des Bühnenbilds mit Kindern und Jugendlichen konzipieren und gestalten. Die entstehenden Kunstwerke könnte man im Stadtteil als Installation ausstellen, um über das Projekt und die Geschichte zu informieren.

Deutschland und Namibia verbindet eine lange und problematische Geschichte. Bis 1919 war Deutsch-Südwest-Afrika eine der Kolonien, die das Deutsche Reich im Wettlauf mit den anderen europäischen Großmächten um die Welt besetzt und unterworfen hatte. Bis heute sind die Spuren dieser Kolonialherrschaft in Namibia präsent und die großen Verbrechen, allen voran der Völkermord im Anschluss an den Herero-Aufstand 1904, im Land spürbar. 

 

Es ist uns ein großes Anliegen, die Wunden, die die Deutschen der namibischen Bevölkerung zugefügt haben, mit einem kulturellen Projekt zu thematisieren und ins Bewusstsein zu rufen. Wir empfinden es als Chance und Herausforderung, in Zusammenarbeit mit einem namibischen Komponisten die deutsche Verantwortung für die damaligen Ereignisse in Erinnerung zu bringen. 

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In Kürze finden Sie hier weitere Informationen darüber, wie Sie dieses Projekt unterstüzen können.

 

Wir möchten uns von der aktuellen Situation durch Corona nicht entmutigen lassen und planen nach wie vor damit, dass der Komponisten und Musiker Eslon Hindundu im nächsten Jahr zu uns nach Deutschland kommen kann. 

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